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Gibt es eine Warteliste:
Eine Warteliste gibt es bei mir nicht, weil ich nie genau vorhersehen kann, wann eine Verpaarung klappt und wie viele Hamsterchen schlüpfen. Aus Erfahrung ist eine Warteliste für mich sehr mühsam und zeitaufwendig, da es manchmal schwierig ist Interessenten rechtzeitig zu erreichen und zeitnah Rückmeldung zu bekommen.
Ihr könnt mir aber gerne schon vorher schreiben und ein paar Infos zu euch schicken. Sowie ein Bild vom Gehege, damit man vorab klären kann ob alles passt. So wird die Reservierung einfacher und die nächsten Interessenten müssen nicht lange warten.

Männchen oder Weibchen?
Bei weiblichen Hamstern sind die Zitzen schon in den ersten Lebenstagen sichtbar. Männliche Hamster zeigen die Hoden etwa ab der dritten Lebenswoche.
Bei ausgewachsenen Langhaar- / Teddyhamstern ist das Fell der Männchen länger, während das Fell der Weibchen eher fluffig bleibt. Goldhamster sind generell geruchsneutral. Läufige Weibchen können einen leichten Geruch entwickeln, der normalerweise nicht stört und beim Anfassen nur schwach wahrnehmbar ist.
Beide Geschlechter können zahm werden, entscheidend sind Geduld und regelmäßige Zuwendung. Charakterlich wirken Weibchen meist lebhafter und frecher, während Männchen oft ruhiger und verschlafener sind. Natürlich spielt der individuelle Charakter jedes Tieres eine große Rolle. Am Ende ist es reine Geschmacksache, welches Geschlecht man wählt.

Auszug mit 5-7 Wochen, warum nicht später?
Mit etwa 28–30 Tagen werden die Hamsterkinder nach Geschlechtern getrennt. Ob die Mutter noch bei den Töchtern bleibt, entscheide ich je nach dem jeweiligen Hamster. Dabei beobachte ich genau und vertraue auf mein Bauchgefühl.
Goldhamster sind Einzelgänger. Je nach Entwicklung beginnen sie früher oder später, ein eigenes Revier zu erobern. Schon ab 10–14 Tagen fangen die Jungtiere spielerisch an zu rangeln. Ab der 6. Woche kann dieses Verhalten ernster werden und plötzlich gefährlich werden, da die Hamster im Gehege nicht ausweichen können. Ohne Aufsicht kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen, manchmal treten sogar leichte Blessuren auf.
Ich beobachte die Geschlechtergruppen auch nachts, um im Notfall eingreifen zu können. Ein Zusammenbleiben nach der 8. Woche ist unverantwortlich, wie es manche Quellen empfehlen.
Deshalb dürfen die Jungtiere bereits mit 5–6 Wochen ausziehen, natürlich nur, wenn sie fit sind und ein Mindestgewicht von 70 g erreicht haben.

Wie alt werden Goldhamster?
Goldhamster werden in der Regel etwa 1,5 bis 3 Jahre alt. Den zweiten Geburtstag erreichen die meisten Tiere, was in Menschenjahren ungefähr 80 Jahre entspricht. Mit 2,5 Jahren wären sie bereits etwa 90 Jahre alt, und mit 3 Jahren erreichen sie ein stolzes Alter von rund 100 Menschenjahren. Der älteste offiziell dokumentierte Goldhamster wurde 4,5 Jahre alt, er hätte somit in Menschenjahren etwa 135 Jahre erreicht.

Wieviel Futter braucht mein Hamster?
Eine Faustregel besagt: etwa 1 Esslöffel Frischfutter und 2 Esslöffel Trockenfutter pro Tag. Dies ist aber nur ein ungefährer Richtwert. Das Trockenfutter verteile ich im Gehege, damit die Hamster beschäftigt ist und sich ihr Futter suchen können.
Manchmal bin ich etwas großzügiger als 2 Esslöffel, dafür kann man auch mal einen Tag auslassen. Auch Frischfutter muss nicht unbedingt täglich gegeben werden. Hamster hamstern und haben dadurch oft schon genug Vorrat im Bau.
Es lohnt sich, ab und zu nachzusehen. Entferne überschüssig gelagertes Futter oder lasse einen Tag das Futter aus. So bleibt das Gehege sauber und dein Hamster aktiv.

Wie bekomme ich meinen Hamster zahm?
Bei mir sind die Jungtiere von Anfang an an meine Hand gewöhnt, sie kennen ihr Gehege, den Geruch und die Abläufe. Beim Umzug ins neue Zuhause ist für sie erst einmal alles befremdlich, das müssen sie erst kennenlernen.
Hinzu kommt, dass junge Hamster hormonell viel erleben, neugierig und ängstlich zugleich sind. Ein Hamster wird nicht von alleine an der Gehegetür stehen und signalisieren, dass er bereit ist, ihr müsst aktiv werden.
Am besten gewöhnt man den Hamster langsam an den Kontakt, indem man ihn jeden Abend vorsichtig aus dem Gehege nimmt. Am Anfang kann ein „Hamstertaxi“, zum Beispiel eine Röhre die an einer Seite geschlossen ist, helfen: Lasst den Hamster hineinkrabbeln und vorsichtig auf den Boden oder auf den Schoß rutschen. Immer wieder hineinlaufen lassen. Die Zeit nach und nach verlängern, so entsteht Vertrauen. Wenn ihr euch gegenseitig besser kennt, könnt ihr den Hamster auch mit der Hand aufnehmen.
Mit Geduld dauert es in der Regel etwa eine Woche, bis der Hamster euch kennen gelernt hat. Der Charakter spielt ebenfalls eine Rolle, ist aber bei jungen Hamstern noch nicht gefestigt. Wer ein ruhigeres, bereits charakterfestes Tier möchte, sollte ein älteres Tier ab etwa vier Monaten wählen.

Mein Hamster wacht spät auf:
Goldhamster sind nachtaktiv und wachen oft erst spät auf, wenn man sie lässt, manchmal sogar erst kurz vor Mitternacht. Ähnlich wie bei Menschen, die ohne Wecker lange schlafen würden, richtet sich ihr Tagesrhythmus nach der Nacht. Gerade während der Entwicklung vom Jugendlichen zum erwachsenen Hamster verändert sich viel, auch das Schlafverhalten. Auch die Jahreszeit kann dazu führen, dass sie besonders schläfrig wirken.
Ab etwa 18 Uhr kann man sie sanft wecken, zum Beispiel durch leichtes Rascheln im Einstreu, Futter verteilen oder im Gehege etwas leicht zurecht rücken. Meist kommen sie dann neugierig aus ihrem Häuschen gekrabbelt. Vielleicht haben sie aber auch schon genug Vorräte gesammelt und sehen keinen Grund, sofort rauszukommen, wenn das Futter neben dem Bett liegt. 

Ist mein Hamster krank?
Wenn dein Hamster krank wirkt oder sich merkwürdig verhält, zögere nicht, dich frühzeitig bei mir zu melden, noch bevor du zum Tierarzt gehst. Viele Tierärzte haben nur wenig Erfahrung mit Goldhamstern und können Krankheiten manchmal falsch einschätzen oder die falsche Medikamentendosis verschreiben. Leider melden sich manche Halter erst, wenn die Situation bereits kritisch ist.
Frühzeitiges Handeln kann einen großen Unterschied machen und die Chancen auf schnelle Genesung deutlich erhöhen. Ich stehe dir mit Rat und Erfahrung zur Seite, damit dein Hamster die bestmögliche Unterstützung bekommt und gesundheitliche Probleme frühzeitig erkannt werden.

Seltsamer Ausfluss, Blut oder starker Geruch bei Mädels:
Eine Gebärmutterentzündung ist ernst und erfordert schnelles Handeln. Leider kommt es manchmal vor, dass die falsche Medikamentendosis verschrieben wird. Um das Risiko zu verringern, ist vorbeugende Hygiene besonders wichtig: Halte die Hamstertoilette und das Schlafhäuschen stets sauber.
Hamsterdamen sind etwa alle vier Tage empfängnisbereit, was sie besonders anfällig für Infektionen durch unhygienische Bedingungen macht. Regelmäßige Reinigung und Aufmerksamkeit können helfen, gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Tumor:
Nicht jeder Knoten ist ein Tumor, manchmal handelt es sich lediglich um eine harmlose Talgansammlung, die sich leicht behandeln lässt. Einige Tierärzte neigen leider dazu, voreilig operieren zu wollen.
Bevor eine Operation in Betracht gezogen wird, solltest du unbedingt eine genaue Abklärung einholen. Für einen Goldhamster ist eine Operation ein enormes Risiko: Viele Tiere überstehen den Eingriff nicht, und die Wundheilung gestaltet sich oft sehr schwierig.

Durchfall:
Durchfall bei deinem Goldhamster entsteht häufig durch falsches Futter. Zu viel Obst oder Kohl, ungewohnte Snacks oder Frischfutter, das nicht mehr frisch ist, kann den empfindlichen Darm schnell belasten.
Meine Hamster sind von Anfang an an Frischfutter gewöhnt, genau die Sorten, die auf der Seite „Ernährung“ aufgelistet sind. So können sie die ausgewählten Lebensmittel gut vertragen, ohne dass ihr Darm gestresst wird. Achte darauf, neues Futter nur langsam einzuführen und stets frisches, sauberes Futter anzubieten. Achtung!: Mandeln, Macadamianüsse, Kartoffeln, Schnitt-Lauch, Avocado, Brot, Gebäck, Milch, Efeu, Süßigkeiten/gesüßtes und gewürztes ist für Goldhamster giftig! 

Rosa Pippi:
Wenn dein Hamster plötzlich rosa gefärbten Urin hat, besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Meistens hat er einfach Erdbeeren, Paprika, Hagebutten oder andere rote Lebensmittel gefuttert.
Hat dein Hamster diese Lebensmittel gegessen und zeigt sonst keine Krankheitszeichen, ist das völlig unbedenklich.

Zieht die Hinterbeine nach:
Lähmungen an den Hinterbeinen entstehen oft durch Stürze. Selbst scheinbar kleine Höhen können gefährlich werden, wenn der Hamster unglücklich landet. Besonders junge Hamster sind wuselig und unachtsam, sie hüpfen schnell von der Hand oder aus dem Gehege.
Stürze gehören leider zu den häufigsten Todesursachen bei Goldhamstern. Oft merkt man erst später, dass der Hamster sich schwer verletzt hat. Achte deshalb besonders auf sichere Hände, gut gepolsterte Auslaufbereiche und ein niedriges Gehege, um Verletzungen zu vermeiden.

Nasse Stellen seitlich im Fell:
Feuchte Stellen im Fell an den Seiten stammen meist von den Flankendrüsen. Dein Hamster markiert damit sein Revier.
Besonders häufig tritt dies auf, wenn er gerade in ein neues Gehege eingezogen ist oder ein neuer Gegenstand ins Gehege gekommen ist. Es ist völlig normal und kein Grund zur Sorge, er zeigt damit nur, dass er sich eingewöhnt und sein Territorium kennzeichnet.

Trinkt kaum etwas:
Goldhamster trinken von Natur aus nur sehr wenig. Oft verdunstet das Wasser, bevor die Schale wirklich leer getrunken wird. Zusätzlich nehmen sie durch Frischfutter bereits Flüssigkeit auf, sodass der Bedarf an Wasser noch geringer ist.
Trotzdem muss deinem Hamster jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Frisst nicht, sind die Zähne zu lang?:
Wenn dein Hamster plötzlich nicht mehr frisst, kann das an zu langen Zähnen liegen. Die Schneidezähne eines Goldhamsters wachsen ständig. Werden sie länger, kann der Hamster Schwierigkeiten beim Fressen bekommen, frisst ungern oder gar nicht mehr.
Zu lange Zähne entstehen oft, wenn der Hamster nicht genügend harte Nahrung oder Knabbermaterial zum Abreiben der Zähne bekommt. Auch ein Sturz kann den Kiefer verletzen, sodass die Zähne nicht mehr richtig aufeinander stehen, was verhindert, dass sie sich auf natürliche Weise abnutzen.
In solchen Fällen sollte ein erfahrener Tierarzt die Zähne vorsichtig kontrollieren und gegebenenfalls kürzen.

Zu dünn oder zu dick:
Das Gewicht und die Größe von Goldhamstern variieren stark, ähnlich wie bei uns Menschen. Je nach Körperbau sollte ein Hamster etwa zwischen 125 g und 220 g wiegen. Goldhamsterdamen sind meist etwas größer und schwerer, während Männchen oft schlanker bleiben.
Die Rippen sollten nicht deutlich sichtbar sein, und der Hamster sollte weder zu rund noch kugelig wirken. Bei zu dünnen Hamstern kann eine eiweißreiche Ernährung helfen, zum Beispiel durch Walnüsse, Pinienkerne oder etwas Frischkäse. Bei Übergewicht solltest du diese energiereichen Lebensmittel reduzieren und auf ausgewogene Nahrung achten, so bleibt der Hamster gesund, aktiv und fit.

Kahle Stellen im Fell:
Eine häufige Ursache sind Milben, winzige Parasiten, die starken Juckreiz und Fellverlust auslösen können. Mit einem einfachen Tesastreifen-Test am Fell lässt sich bei gutem Licht betrachtet kleine rote oder dunkle Punkte sichtbar, dass könnte dies auf Milben hindeuten. Nicht immer sind jedoch Parasiten der Auslöser, auch eine Hormonstörung kann zu Fellverlust führen, eine angepasste Futterumstellung kann helfen. Ebenso sollte die Haltung überprüft werden, denn gibt es im Gehege Stellen, an denen sich der Hamster scheuern kann, sind Eingänge möglicherweise zu klein oder gibt es scharfe Kanten, kann Reibung ebenfalls kahle Stellen verursachen. 

 

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